„Recycling abseits vom Wohlstand“

 – programmatischer Aufsatz zur Abfallnutzung in wirtschaftsschwachen Regionen (Beispiel: Südostanatolien) im Wiener Umweltjournal, Juli 2001

Das Verwerten von Abfällen hat viele Triebfedern - in den reichen Volkswirtschaften der ersten und zweiten Welt sind es neben monetären Anreizen (geringere Restabfallgebühr, Rohstoffeinsparung...) in hohem Maße altruistische Motive (Schonung von Ressourcen, Schutz der Umwelt über die Reduktion von Emissionen / Energie durch die Substitution von Primärrohstoffen).

Der Beitrag gibt Eindrücke zur Abfallverwertung in einer Region, die am untersten Ende einer Skala für Wirtschaftskraft liegt und in dieser Sichtweise als „extrem arm“ gilt. Als Folge davon hat Abfallverwertung einen wesentlich urtümlicheren Charakter, welcher andererseits der Umwelt Begriffe wie „nachhaltiges Stoffstrommanagement“, „Zwangspfand für Einwegverpackung“ und „nichtlizensierte Verkaufsverpackung“ erspart...

Hier kommt Verwendung vor Verwertung... ...aus dem Ölkanister wird eine Gießkanne.

BRAM – Brennstoff aus (Schaf)mist... ...luftgetrocknet vor der Stadtmauer von Diyarbakir (4. Jhdt.)